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Viele übergewichtige Menschen entscheiden sich heutzutage für einen Lebenswandel,
indem sie beispielsweise ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen
oder das Maß an sportlicher Betätigung erhöhen. Dennoch ist es selten der Fall, dass die eigene
Traumfigur erreicht werden kann. Hier spielt auch die Veranlagung eine entscheidende Rolle.
Mit der Entwicklung medizinischer Operationsverfahren wie der Liposuktion ist es heute möglich,
Abhilfe zu schaffen.
Liposuktion ist eine Methode zur Entfernung von überflüssigen Fettdepots in allen
Körperregionen. Innerhalb von kurzer Zeit ist es auf diese Weise möglich, fünf - sechs Kilogramm
Körperfett zu verlieren. Hauptziel einer Fettabsaugung ist jedoch die Körperformung, nicht
ein Gewichtsverlust. Somit kann diese Art der Gewichtsreduktion keinen Ersatz für Sport oder
eine Diät darstellen.
Methoden des Fettabsaugens
Es existieren verschiedene invasive und nicht-invasive Verfahren zur Fettbeseitigung.
Invasive Verfahren stellen u.a. die Liposuktion und die Liposkulptur dar. Hierbei werden
Fettdepots durch ein Absaugen im Körper entfernt. Doch gibt es auch schonendere
Behandlungsmethoden wie beispielsweise Injektions-Lipolyse und Laserlipolyse oder auch solche,
die versuchen, ohne eine belastende OP auszukommen wie die Ultraschall-Lipolyse oder die Thermage.
Alle Methoden der Liposuktion gehen auf ein bestimmtes Prinzip zurück. Verfeinerungen
und Variationsmöglichkeiten haben dazu geführt, dass heute verschiedene Behandlungsweisen
verwendet werden können:
Basic-Methode
Tumeszens-Methode
Supernass-Methode
Ultraschall-Methode
Tulip-System
Lipopulsing
Feintunnelungstechnik
Liposuktion
Das allgemein bekannte Fettabsaugen bezeichnet man in Fachkreisen als Liposuktion. Bei
der Liposuktion existieren vielzählige Methoden, welche alle auf dasselbe Prinzip
zurückgehen und über die Jahre verfeinert wurden.
Um das Fett leichter absaugen zu können, wird bei der Basic-Methode eine Flüssigkeitsmischung
verwendet. Diese soll bewirken, dass sich die Adern im Absaugbereich zusammenziehen.
Das Einführen einer Spezialflüssigkeit in das Fettgewebe ist auch die Grundlage
der Tumeszens-Methode. Allerdings erfolgt der das Einspritzen hierbei unter hohem Druck, in
dessen Folge sich die betreffende Körperstelle wie ein Ballon aufbläht.
So können die Fettzellen auf einfache Weise abgesaugt werden.
Bei der Supernass-Methode wird wenig Flüssigkeit in das betroffene Gewebe gespritzt.
Das Verhältnis von Flüssigkeit zu abzusaugendem Fett beträgt hier 1:1. Diese
Behandlung ein bis zwei Stunden und findet unter Vollnarkose statt.
Die Ultraschall-Methode bezeichnet eine Methode, bei welcher der Arzt eine spezielle Ultraschall-Kanüle
nutzt, um ins Fettgewebe zu gelangen. An der gewünschten Stelle setzt die Ultraschall-Kanüle
Energie frei, die eine Verflüssigung des Fettes ermöglicht, welches dann, wie bei allen
Liposuktion-Methoden, abgesaugt werden kann.
Beim Tulip-System handelt es sich um eine Modifikation des Absaugvorgangs. Anstelle der elektrischen
Absaugpumpe wird eine spezielle Spritze zur Erzeugung des Unterdrucks benutzt.
Eine weitere Art der Liposuktion ist das Lipopulsing. Hochfrequente Energie-Impulse sorgen
hier für die Ablösung des Körperfetts. Feine Kanülen im Durchmesser von
zwei bis drei Millimetern sind für das Fettabsaugen mittels Feintunnelungstechnik verantwortlich.
Liposkulptur
Für eine erfolgreiche Liposkulptur ist die Erfahrung des plastischen Chirurgen von
höchster Bedeutung. Das Ausmaß der Operation muss vor dem Eingriff realistisch
abgeschätzt werden, da die Operation starke Auswirkungen auf das Bindegewebe hat.
Der erste Schritt ist immer ein Beratungsgespräch mit dem behandelnden Spezialisten, um
die Bereiche zu definieren, in denen die Liposkulptur stattfinden soll. Daneben werden
Patienten mit den Möglichkeiten, Risiken und dem zu erwartenden Ergebnis vertraut gemacht.
Der eigentliche Eingriff beginnt mit der Injektion einer Flüssigkeit (Tumeszenslösung), welche
aus einem Anästhetikum, einer Kochsalzlösung sowie aus einer gefäßverengenden
Komponente besteht. Hierdurch wird der Verband aus Fettzellen aufgelöst, was das eigentliche
Absaugen über eine Mikrokanüle erleichtert.
Damit nach der Operation keine Flüssigkeitseinlagerungen auftreten, werden spezielle
Kompressionsbinden eingesetzt, welche etwa zwei Wochen getragen werden müssen.
Laserlipolyse
Im Rahmen einer Laserlipolyse wird die Energie eines gebündelten Lichtstrahls
genutzt, um hartnäckige Fettpolster aufzulösen, die dann einfach durch den
Körper resorbiert oder, im Falle einer großflächigen Anwendung, abgesaugt
werden können. Neben schwer zugänglichen Stellen, an denen eine klassische
Liposuktion nur schwer oder gar nicht möglich ist, empfiehlt sich die Anwendung
der Laserlipolyse vor allem bei der Entfernung von Lipomen. Zusätzlich wirkt sich
die Wärme des Lasers positiv auf die Eigenschaften des Bindegewebes aus, was sich
in einer besonders nachhaltigen Hautstraffung bemerkbar macht.
Des Weiteren entstehen durch eine Laserlipolyse nur geringe Blutungen und der
Heilungsprozess erfolgt sehr schnell.
Injektions-Lipolyse
Die Injektions-Lipolyse, welche auch als Fett-weg-Spritze bezeichnet wird, verspricht einen
Fettabbau ohne operativen Eingriff. Hier wird ein Wirkstoff benutzt, der aus der Soja-Bohne
gewonnen und bereits einige Zeit in der Medizin als vorbeugende Maßnahme gegen die
Fettembolie erfolgreich eingesetzt wird. Aufgrund des natürlichen Wirkstoffs sind
Komplikationen bei einer Injektions-Lipolyse sehr unwahrscheinlich. Die Behandlung kann jedoch
lediglich auf kleine Fettpolster beschränkt werden. Größere Problemzonen
können mit einer Injektions-Lipolyse nicht entfernt werden.
Ultraschall-Lipolyse
Der Ultraschall-Lipolyse ist ein besonderer Stellenwert unter den vorgestellten Methoden zur
Entfernung von Fett und überschüssiger Haut zuzuschreiben, da sie nicht invasiv ist.
Der hierbei genutzte Ultraschall bietet eine hervorragende Möglichkeit, Fettzellen ohne
Anästhesie zu zerstören. Der Vorgang ist für den gesamten Organismus äußerst
schonend. Zugleich hat man mit einer Ultraschall-Lipolyse sehr gute Chancen eine nachhaltige
Lösung seines Problems zu erreichen.
Bei der Ultraschall-Lipolyse werden sanfte Energieimpulse mithilfe des Ultraschalls ins Gewebe
geleitet, wobei sich Stoß- und Druckwellen überlagern. Die so entstehende Energie
lässt die Fettzellen zerbersten. Die freigesetzten Fette verteilen sich im umliegenden Gewebe
und verbinden sich mit der Gewebeflüssigkeit zu einer Emulsion, welche auf einfache und
natürliche Weise über das Lymphsystem abtransportiert werden kann.
Eine manuelle Lymphdrainage kann dabei den Abtransport unterstützen. Die Zellreste werden
von den körpereigenen Fresszellen beseitigt. Damit man das gewünschte Ergebnis erreichen
kann, muss eine Behandlung in der Regel in drei bis zehn Sitzungen erfolgen.
Thermalifting
Bei einem Thermalifting, auch Thermage genannt, werden Geräte benutzt, welche
Radiofrequenz-Energie in Impulsen abgeben. Hierbei wird eine Erwärmung des
hauteigenen Kollagens und tieferer Hautschichten erzielt. Dies trägt zu einer
Straffung der Haut bei. Außerdem regt ein Thermalifting die Neubildung von
Kollagen an, welches maßgeblich für junges und frisches Aussehen verantwortlich
ist.
Erste Ergebnisse sind bereits direkt nach einer Behandlung zu erkennen. Den endgültigen
Effekt eines Thermaliftings kann man nach einigen Monaten erkennen, da die Neubildung
des Kollagens zu einer deutlich geglätteten und somit jünger aussehenden Haut
führt.
Eine Nachbehandlung oder Schonung ist in der Regel nicht erforderlich und es ist im Normalfall
möglich, direkt im Anschluss an eine Thermalifting-Behandlung wieder zum gewohnten Tagesablauf
zurückzukehren.
Kosten einer Fettabsaugung
Kosten für Fettabsaugungen werden in der Regel nicht durch die Krankenkasse übernommen.
Die Kosten für eine Fettabsaugung in Deutschland liegen abhängig von der Anzahl
der zu behandelnden Körperzonen und Behandlungsmethode zwischen 1000 und 5000 Euro.
Dieser Preis ist angemessen, da ein hohes Maß an Qualität notwendig ist und dieser
Eingriff nur durch einen erfahrenen Arzt durchgeführt werden sollte.
Die Zusammensetzung der Kosten gliedert sich in folgende Bestandteile:
Beratungsgespräche im Vorfeld einer Operation
Moderne Klinikeinrichtungen technischer und hygienischer Natur (Bsp.: OP-Saal, Stations-Räume)