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LASIK stammt von dem Begriff "Laser-in-situ-Keratomileusis" und es ist die populärste Methode
zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten. Nachdem eine spezielle Schicht der Hornhaut freigelegt
wurde, kann mithilfe eines Excimerlasers die Form der Hornhaut verändert werden. Hierzu zählt
neben der Ausdünnung der Hornhaut auch eine komplette Umformung dieser Schicht.
Die LASIK beinhaltet eine sehr schmerzarme Untersuchung, da die Laserbehandlung in einer schmerzunempfindlichen
Schicht der Hornhaut vorgenommen wird. Bevor eine Operation durchgeführt werden kann, wird die Dicke
der Hornhaut mithilfe von Ultraschall-Sensoren festgestellt. Nach Abschluss einer Operation verwächst
die Hornhaut innerhalb einiger Wochen wieder, was zu einer kompletten Heilung führt. Das LASIK-Verfahren
kann jedoch nur durchgeführt werden, wenn eine ausreichende Dicke der Hornhaut vorliegt
(>500 Mikrometer), was bei einer Sehschwäche von -10 bis +4 Dioptrien gegeben ist. Bei Astigmatismen
kann bis zu einer Dioptrienzahl von 6 behandelt werden. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass eine
LASIK-Behandlung in 94 Prozent aller Fälle komplikationslos und mit einem sehr erfolgreichen Ergebnis
verläuft.
Pro Auge dauert eine LASIK-Behandlung zirka fünf Minuten. Neben der kurzen Behandlungszeit ist ein
bedeutender Vorteil, dass die Operation sehr schmerzarm ist und keine Narben zurückbleiben. Außerdem
ist kein stationärer Aufenthalt notwendig.
Probleme können auftreten, wenn sich die obere Hornhautschicht verschoben hat oder etwa (Sport-)
Unfälle zu einer Dislokation führen. Hier muss durch eine wiederholte Operation das Ergebnis
nachgebessert werden.
Vorbereitung, Operation und Nachbehandlung
Nachdem eine Reinigung der Augenlider und des Umfeldes stattgefunden hat, wird mithilfe
von Augentropfen eine lokale Anästhesie durchgeführt. Die Lider müssen während
der Operationszeit offen gehalten werden.
Im Anschluss wird der obere Teil der Hornhaut aufgetrennt. Dies erfolgt abhängig von
der Laserbehandlungsmethode mithilfe eines computergesteuerten mechanischen Hobels
(LASIK und LASEK)
oder eines Femto-Lasers (Femto-LASIK),
was nur sehr kurze Zeit beansprucht. Bei der Femto-LASIK werden vorher identifizierte Stellen der Hornhaut kurzzeitig beschossen und es wird ein Tracking des Augapfels während der Abtrennung durchgeführt, um den Vorgang jederzeit bei Positionsverschiebung abbrechen zu können.
Im Anschluss an die Öffnung des Epithels wird diese Schicht zurückgeklappt und der
Excimerlaser führt die Umformung der schmerzunempfindlichen Schicht der Hornhaut durch.
Dieses Abschleifen führt zu einer Veränderung der Brennweite und aufgrund der
Präzision des Lasers kann eine optimale Korrektur der Fehlsichtigkeit vorgenommen werden.
Das schmerzempfindliche Epithel wird im Anschluss an die Operation wieder zurückgeklappt
und aufgrund der Beschaffenheit der Hornhaut saugt sich dieser sogenannte Flap wieder an der
darunterliegenden Schicht der Hornhaut fest.
Im Normalfall erfolgt die Verheilung der Hornhaut schmerzlos und in kurzer Zeit. Nach der
ersten Kontrolluntersuchung am Folgetag der Operation kann der Patient gewöhnlich
beschwerdefrei in den Alltag zurückkehren. Normale sportliche Betätigung kann wenige
Tage nach einer Augenlaserbehandlung wieder aufgenommen werden. Ein Reiben der Augen sollte
in der Woche nach einer refraktiven Operation vermieden werden. Das endgültige Ergebnis
und der vollständige Behandlungserfolg sind innerhalb von drei bis sechs Monaten nach
einer Operation sichtbar.
Vorteile einer Laserbehandlung
Augenlaserbehandlungen sind im Normalfall sehr sichere Operationen.
In den meisten Fällen lässt sich das Ergebnis bereits im Vorfeld prognostizieren.
LASIK, LASEK
und Femto-LASIK
bestechen durch eine sehr schnelle Heilung, notwendige Nachkorrekturen lassen sich frühzeitig absehen.
Langzeitstudien haben erwiesen, dass im Querschnitt über alle Methoden mehr
als 90 Prozent der Operationen positiv verlaufen.
Risiken bei LASIK, LASEK und Femto-LASIK
Wie bei allen operativen Verfahren lassen sich auch bei Augenlaserverfahren Infektionen
und andere Operationsrisiken nicht gänzlich ausschließen. Daher ist es sehr
wichtig, einen erfahrenen und sorgsamen Arzt aufzusuchen, welcher eine umfassende Beratung
durchführt und Experte bei augenärztlichen Eingriffen ist.
Postoperative Risiken sind bedingt vorhanden. So kann es teilweise zu Einschränkungen
des Dämmerungs- und Nachtsehens durch reduzierte Kontrastsensitivität, Glare
(Glanzeffekte) und Halogone (Lichthöfe) kommen. In Einzelfällen
(< 1 von 10.000) kann es zu einem "Ausleiern" der Hornhaut kommen, was eine
Hornhauttransplantation erforderlich machen kann.
Kosten einer Augenlaserbehandlung
Kosten für Augenlaserbehandlungen werden in der Regel nicht durch die Krankenkasse übernommen.
Die Kosten für eine Augenlaserbehandlung in Deutschland liegen abhängig von der
Behandlungsmethode zwischen 800 und 3000 Euro pro Auge.
Dieser Preis ist angemessen, da ein hohes Maß an Qualität notwendig ist und dieser
Eingriff nur durch einen erfahrenen Arzt durchgeführt werden sollte. Im Vergleich ist die
LASIK-Methode am günstigsten, gefolgt von LASEK
und Femto-LASIK.
Die Zusammensetzung der Kosten gliedert sich in folgende Bestandteile:
Beratungsgespräche im Vorfeld einer Operation
Moderne Klinikeinrichtungen technischer und hygienischer Natur (Bsp.: OP-Saal, Stations-Räume)
mit modernem Augenlaser